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ASG - Schüleraustausch Pamiers - Crailsheim 2010

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15.03.2010 & 16.03.2010

Um 22.00 Uhr fuhren wir, die Schüler des ASG und des LMG, in den Bussen vom Volksfestplatz in Crailsheim ab, mit dem Ziel Pamiers. Schon nach einigen Kilometern wurde der erste Film eingelegt und wir machten es uns bequem für die lange Fahrt nach Südfrankreich. Nach einigen Stunden waren nur noch wenige auf den Beinen und es kehrte Ruhe im Bus ein. Nach einer kurzen Nacht fuhren wir über Lyon, das wir im Morgengrauen passierten weiter Richtung Pyrenäen. Einige Pausen später fuhren wir auf den Parkplatz am Fuße der mittelalterlichen Festung Carcassonne. Nach einer kurzen Einweisung durch die mitgereisten Lehrer Frau Schanbacher und Señor Lang, erkundeten wir die Gassen Carcassonnes auf eigene Faust. Nachdem sich alle Wieder am Parkpatz eingefunden hatten ging es nun weiter nach Pamiers, unser Zuhause für die nächsten 10 Tage. Die Nervosität stieg, je weiter wir uns Pamiers näherten. Um 16.00 Uhr war es dann soweit und wir warteten auf unsere französischen Corres.



17.03.2010

Nachdem sich alle Schüler vor dem Lycée Castella versammelt hatten, begann die erste Stunde französischer Unterricht. Danach trafen sich alle in dem uns zugeteilten Raum, wo dann mit den Freunden über die ersten Erfahrungen des Aufenthaltes diskutiert wurde. Nebenbei teilte Herr Lang uns noch das Thema unseres Aufenthaltes und unseres Projektes mit: Die Katharer. Um 11.00 Uhr gingen wir dann zusammen mit den Schülern vom Rambaud zu unserem Empfang im Rathaus. Dort empfing uns die stellvertretende Bürgermeisterin von Pamiers und die deutschen Schüler bedankten sich in ihren vorbereiteten Reden für die Gastfreundschaft in Pamiers. Nachdem wir uns mit Keksen und Getränken gestärkt hatten, verbrachten wir den Nachmittag bei den Gastfamilien.





18.03.2010

Am Morgen trafen wir uns alle gemeinsam vor den Toren des Castella und warteten, bis wir von Frau Lafont in die Cafeteria geführt wurden, wo uns die Schulleitung empfing. Nach einigen Reden der verschiedenen Verantwortlichen und der Übergabe eines Präsents durch Herr Lang hatte die Cafeteriamannschaft ein Buffet mit Kuchen und Getränken vorbereitet. Danach führte uns Frau Lafont durch die Schule und zeigte uns die wichtigsten Räume und andere Punkte im Schulgebäude, wie das Rektorat oder die alte, hölzerne Haupttreppe des Lycées. Nach der großen Pause verabschiedeten sich einige in den Unterricht und die Verbliebenen arbeiteten zusammen mit Herr Lang an unserem Katharer-Projekt. Um 11.00 trafen sich alle deutschen Schüler in der Cafeteria, um dort gemeinsam zu Essen.



Nach einer sehr schmackhaften Mahlzeit fuhren wir mit dem Bus nach Montségur, der Ruine einer alten Katharer-Festung. Alle waren sehr überrascht, dass hier noch ein wenig Schnee lag und so wurde der Ausflug mit einer kleinen Schneeballschlacht eröffnet. Am Gedenkstein am Fuße des Berges erklärte uns der Mann von Frau Lafont, Claude Lafont, einige Hintergrundinformationen über die Katharer und die ehemalige Festung Montségur. Nach einem beschwerlichen Aufstieg auf steinigen Wegen eröffnete sich uns oben angekommen eine großartige Aussicht und das beeindruckende Panorama der Pyrenäen. Nach unzähligen Fotos und weiterer Schneebälle kehrten wir wieder zum Bus zurück.



19.03.2010

Heute waren keine weiteren Ausflüge angesetzt, was bedeutete, dass wir heute wieder einige Stunden im Unterricht verbringen würden. Als erstes besuchte ich den Französischunterricht, in dem die Klasse ein Buch über die Zeit des italienischen Autors Primo Levi im KZ Auschwitz behandelte. Danach besuchte ich den Deutschunterricht, in dem die Schüler Plakate mit ihren Traumorten erstellten. Nach der großen Pause, in der die Franzosen normalerweise, im Gegensatz zu der großen Pause bei uns, nichts essen, arbeitete ich zwei Stunden mit meiner Gruppe an unserem Projekt. Um 12.00 trafen wir uns wieder in der Cafeteria, um dort gemeinsam zu essen. Nach einem kleinen Abstecher in die Innenstadt Pamiers und einer weiteren Stunde mit Herr Lang, brachte uns ein französischer Lehrer die künstlich erschaffene „Weltsprache“ Espéranto näher. Am Abend hatten französische Schüler einen Kostümball organisiert. Es spielte Schülerband aus Pamiers und viele hatten sich kostümiert. Das Buffet bestand aus deutschen und französischen Spezialitäten, wie zum Beispiel eines französischen Schokoladenkuchens, einer Quiche oder mitbebrachten Crailsheimerle.





20.03.2010 & 21.03.2010

Heute besuchten wir zusammen mit anderen Austauschpaaren Toulouse. Wir fuhren mit dem Zug von Pamiers direkt zum Hauptbahnhof von Toulouse, welcher direkt neben der Toulouser Innenstadt liegt. Zuerst besichtigten wir ein wenig die Sehenswürdigkeiten von Toulouse wie den Place de Capitole. In Toulouse sieht man fast nur rote Backsteinhäuser, weshalb die Stadt auch „La Ville Rose“ (die rosa Stadt) genannt wird. Danach ging es zum Shopping in die kleinen und großen Gassen von Toulouse, wo man hin und wieder andere Deutsche traf. Rund um den Place de Capitole gibt es viele Geschäfte und Restaurants, in denen man sein mitgebrachtes Taschengeld ausgeben kann. Nach einigen Stunden machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof und stiegen in den Zug zurück nach Pamiers. Im Zug trafen wir Freunde unserer Corres’, mit denen wir uns unterhielten. Zu Hause angekommen ruhten wir uns ein wenig aus, da wir später noch mit einigen Freunden auf eine Feier gehen würden.



Um 19.00 fuhren wir los, um die Freunde meines Corres abzuholen, unter ihnen war auch eine deutsche Austauschschülerin. Wir fuhren weiter in ein kleines Dörfchen, wo wir neben einer Halle anhielten. Dort fand ein Festessen der Gemeinde statt, doch wir hatten unser eigenes Essen mitgebracht, unter anderem Baguette, Sandwiches und eine sehr leckere Quiche. Da die Freunde meines Corres den Abend schlecht organisierten, mussten wir fünf Stunden warten, bis das Festessen vorbei war und die Bestuhlung an den Rand oder aus der Halle getragen wurde. Nun wurde die Beleuchtung der Bühne eingeschaltet und die Franzosen erklärten uns, was eine „Disco mobile“ ist: Da es in Frankreich viele kleine Ortschaften gibt, werden in solchen Hallen regelmäßig Partys außerhalb der großen Discos in der Stadt veranstaltet. Da wir Deutschen von dem Ausflug nach Toulouse und der letzten Woche müde waren, tanzten wir nur anfangs mit den verrückten Franzosen.



Irgendwann dösten wir auf Stühlen am Rand der Halle. Aufgrund einer Schlägerei wurde die Disco abgebrochen und um halb fünf fuhren wir mit dem Auto zu einem Freund meines Corres, um dort zu schlafen. Nach einer etwas unbequemen Nacht machten wir uns am Mittag ein Frühstück. Wir Deutschen bemerkten, dass sich französische Milch nicht mit französischem Kakao-Pulver vermischt und man das ganze erst erwärmen muss. Nach dem späten Frühstück holte uns seine Mutter an der Kirche des Ortes ab. Nach einer Dusche aßen wir dann ein kleines Mittagessen, ein Omelett mit Salat. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, Musik zu hören und meinen Bericht zu schreiben. Am Abend aßen wir dann zusammen mit Verwandten und schauten uns einen französischen Film an.

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